Presseerklärung: Neues Brückengutachten für die Innstadt
12. Februar 2008
Das ist also Transparenz so wie sie Herr Oberbürgermeister Albert Zankl versteht. Ein von den Bürgern der Stadt bezahltes Gutachten wird nicht zu allererst im zuständigen Stadtratsgremium, sondern im Hinterzimmer eines Gasthauses den Parteifreunden von der CSU vorgestellt. Ohne ein Prophet sein zu wollen, meine ich den wesentlichen Inhalt des Gevas-Gutachtens bereits zu kennen, denn seit einigen Wochen fordert die CSU permanent den Bau einer weiteren Brücke. Es war deshalb für den interessierten Beobachter klar, dass kurz vor dem Wahltermin die gutachterliche Bestätigung der CSU-Meinung noch eintreffen würde. Sollte es anders kommen, so wäre das ja eine rechte Blamage und das passiert 14 Tage vor der Wahl sicher nicht.
Gespannt bin ich nur hinsichtlich der beabsichtigten Ableitungen des neuen Verkehrs und ob vorgeschlagen wird, dass sich die österreichische Tankstelle in Achleiten an den Brückenbaukosten finanziell beteiligen soll. Bevor hier eine Entscheidung fällt, muss ein neuer Verkehrsentwicklungsplan erstellt werden. In diesem Plan sind die Zukunftsfragen für eine verkehrsgerechte Stadtentwicklung zu beantworten, die das sind: Wollen wir mehr Verkehr in die Stadt holen, wollen wir den ÖPNV ausbauen, wollen wir Park&Ride, wollen wir eventuell die Schiene miteinbeziehen und schließlich, wie viel PKW- und LKW- Verkehr wird es voraussichtlich in 10 – 20 Jahren in Passau noch geben?
Karl Synek
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