Presseerklärung zum Thema “Eis-Arena”
Presseerklärung
zur Stadtratssitzung am 16.05.07 Thema “Eis-Arena”
Obwohl der Vertrag zwischen der Event-GmbH und der össterreichischen Firma Raiffeisen Impuls Leasing bisher dem Stadtrat nicht offen gelegt wurde, ist bekannt, dass die Mietzahlung für das Messegelände, die X-Point-Halle und die Eishalle pro Jahr ca. 1,1 Mio. € ausmacht. Gemessen an den Investitionssummen dürfte der Anteil der Eishalle mit rund einer halben Million Euro zu veranschlagen sein. Das ist der Betrag, mit welchem die Stadt Passau bisher in erster Linie das Eishockeyspielen und ein bißchen Eislauf und Eisstockschießen finanziell unterstützt.
Da aber der monatliche 40.000,– € – Aufwand den Black Hawks noch immer nicht reicht, fordern sie die Stadt auf, weitere Gelder locker zu machen. Als erstes verlangen sie, dass die Stadt an die Event jedes Jahr 15.000,- € der fälligen Miete bezahlt. Nebenbei wollen sie noch an den bisher von der Event kassierten Nebeneinnahmen teilhaben, was unterm Strich der Event pro Jahr weitere 50.000,– € kosten kann. Und da das alle noch nicht genügt, verlangen sie die Errichtung einer neuen Tribüne mit Nebenräumen, welche die Stadt um weitere 320.000,– € erleichtern wird.
Wenn die Stadt im Geld schwimmen würde, wäre das alles kein Problem. Leider ist es umgekehrt und so muss die Frage schon erlaubt sein, ob es nicht bessere Möglichkeiten zur Geldverwendung gibt, als einen Eishockeyverein so massiv zu fördern.
Als erstes fällt mir als verantwortungsvollem Mitglied des Ausschusses für Finanzen dabei der Schuldenabbau ein. Der grosse Nachteil dieser Maßnahme ist, dass Geldausgeben populär, dagegen der Schuldenabbau wenig populär ist. Zum zweiten erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass die Black Hawks praktisch eine Förderung genießen, die ungefähr das 4-fache der Europäischen Wochen ausmacht. Ganz abgesehen davon könnte die Stadt mit nur einem Bruchteil der hier zur Diskussion stehenden Gelder ein dringend benötigtes Jugendkulturhaus in Passau betrreiben. Hier gilt es zukunftsorientiert zu handeln. Meines Erachtens ist jeder Euro besser in der Jugendarbeit der Stadt, als bei einem Verein der Spielergehälter zahlt, angelegt. Der Aufstieg und Niedergang des FC Passau ist ein gutes Beispiel dafür.
Die Rolle der Event-GmbH ist in diesem Fall wieder einmal typisch. Sie will selbständig wirtschaften und kann es nicht. Sobald eine wirtschaftliche Entscheidung ansteht, die Geld kostet, ruft sie nach dem Zahlmeister Stadt. Wieso wir uns nur für die Verwaltung von drei Hallen und eines Messegeländes eine eigene Firma leisten, wird immer mehr zu einem Rätsel.
Karl Synek
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